Zum Inhalt springen
Sturmschaden oder Baum droht zu fallen?Was jetzt zu tun ist →
BaumfällungZwickau

Schnittführung

Kronenschnitt: die Krone verkleinern, ohne den Baum zu beschädigen

Baumfällung Zwickau kürzt Kronen ein, lichtet aus und stellt Lichtraumprofile über Wegen und Einfahrten her. Der Unterschied zwischen einem Schnitt, den ein Baum verkraftet, und einem, der ihn über Jahre ruiniert, liegt nicht im Werkzeug — er liegt darin, wo angesetzt wird und wie viel weggenommen wird.

  • Kroneneinkürzung
  • Auslichtung
  • Ableitender Seitenast
  • Astkragen
  • Lichtraumprofil
  • Wasserreiser
Die eine Regel, auf die alles hinausläuft: Jeder eingekürzte Ast muss an einem Seitenast enden, der stark genug ist, die Funktion zu übernehmen. Endet ein Schnitt im Nichts, entsteht ein Stummel — und ein Stummel stirbt ab, fault ein und wird zur Eintrittstür für holzzersetzende Pilze.

Was ein Kronenschnitt leisten soll

Bevor geschnitten wird, muss das Ziel feststehen. Vier Ziele decken fast alle Aufträge ab, und sie führen zu unterschiedlichen Schnitten:

  • Kleiner werden. Die Krone ist dem Standort entwachsen — sie reicht ans Dach, über die Grenze, in die Leitung.
  • Leichter werden. Ein bruchgefährdeter Kronenteil soll entlastet werden, ohne dass die Form leidet.
  • Heller werden. Auslichtung, damit Licht durch die Krone auf Garten oder Fassade fällt.
  • Freiraum schaffen. Lichtraumprofil über Gehweg, Einfahrt oder Stellplatz.

Der häufigste Fehler passiert schon hier: Wer „kleiner" sagt und „heller" meint, bekommt einen Eingriff, der viel zu tief geht. Auslichtung nimmt einzelne Äste aus dem Kroneninneren — die Krone bleibt gleich groß und wird trotzdem durchlässiger.

Warum Kappen kein Kronenschnitt ist

Beim Kappen wird die Krone in einer Höhe abgesägt, ohne Rücksicht auf die Aststruktur. Das Ergebnis sieht zunächst nach Lösung aus. Was folgt, ist vorhersehbar:

  1. Der Baum verliert auf einen Schlag den größten Teil seines Blattapparats und reagiert mit Notaustrieb — Wasserreiser, die schnell und steil wachsen.
  2. Diese Triebe sitzen nur in der äußeren Holzschicht auf. Sie sind schlecht angebunden und brechen bei Sturm eher als der ursprüngliche Ast.
  3. Die großen Schnittflächen überwallen nicht mehr. Fäule dringt in den Stamm ein, von oben nach unten.
  4. Nach etwa zehn Jahren steht dort eine dichte, schwere Krone auf faulendem Holz. Dann hilft nur noch die Fällung.

Wir kappen nicht. Wenn eine Krone so weit zurückgenommen werden müsste, dass nur Kappen bliebe, sagen wir das — und dann ist dieFällung mit Ersatzpflanzung ehrlicher und auf zehn Jahre gerechnet auch günstiger.

Der Schnitt selbst: drei Handgriffe

Der Ansatzpunkt

Geschnitten wird außerhalb des Astkragens — jenes Wulstes, mit dem der Ast am Stamm ansetzt. Dort sitzt das Gewebe, das die Wunde überwallt. Wird es mit weggeschnitten, bleibt die Wunde offen.

Der Dreischnitt bei schweren Ästen

Ein Starkast wird nie in einem Zug abgetrennt: Er reißt beim Abbrechen die Rinde bis in den Stamm hinunter. Stattdessen erst ein Unterschnitt in einiger Entfernung, dann ein Trennschnitt von oben etwas weiter außen, und erst zum Schluss der saubere Schnitt am Astkragen — an einem Stummel, der nicht mehr reißen kann.

Die Ableitung

Beim Einkürzen wird auf einen Seitenast geschnitten, der kräftig genug ist, die Führung zu übernehmen. Als Orientierung dient das Verhältnis der Durchmesser: Ist der Seitenast zu dünn, ist er der nächste Stummel.

Wann geschnitten wird

BaumgruppeGünstiger Zeitraum
Die meisten Laubbäume (Linde, Eiche, Buche)Winterhalbjahr, Struktur ohne Laub sichtbar
Blutungsbäume (Birke, Ahorn, Walnuss, Hainbuche)Sommer nach dem Austrieb
Totholzentnahmeganzjährig, siehe eigene Seite
Obstbäumeeigene Regeln, siehe Obstbaumschnitt

Rechtlich gilt: Schonende Form- und Pflegeschnitte sind ganzjährig zulässig. Ein radikaler Rückschnitt fällt nicht darunter und ist zwischen dem 1. März und dem 30. September unzulässig. Die genauen Fristen und Ausnahmen.

Wenn der Schnitt nicht reicht

Bei einem angerissenen Zwiesel ist die Einkürzung nur die halbe Maßnahme. Sie nimmt Last aus dem Hebel, verbindet aber nichts. Ergänzend kommt dann eineKronensicherung in Frage — ein Gurtsystem zwischen den beiden Kronenteilen, das die Bewegung abfängt.

Zeigt sich beim Aufstieg, dass der Stamm nicht mehr trägt, brechen wir die Arbeit ab und besprechen das weitere Vorgehen. Kletterarbeit setzt einen tragfähigen Baum voraus — das ist nicht verhandelbar.

Fragen aus der Praxis

Fragen zum Schnitt

Was ist der Unterschied zwischen Einkürzen und Kappen?
Beim Einkürzen wird jeder Ast auf einen ausreichend starken Seitenast geschnitten, der die Funktion übernimmt — die Krone wird kleiner, behält aber ihre Struktur. Beim Kappen wird die Krone auf Stummel abgesägt, ohne Rücksicht auf Seitenäste. Der Baum treibt daraufhin mit Wasserreisern aus: dicht, schnell und schlecht angebunden. Nach zehn Jahren steht dort ein gefährlicherer Baum als vorher.
Wie viel darf man einer Krone nehmen?
So wenig wie möglich. Als Orientierung gilt, den Blattapparat nicht so weit zu reduzieren, dass der Baum in Panikreaktion austreibt — meist deutlich weniger als ein Viertel. Entscheidend ist außerdem die Schnittgröße: viele kleine Schnitte sind für den Baum verkraftbar, wenige große sind es nicht.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Für die meisten Laubbäume das Winterhalbjahr, weil die Struktur ohne Laub sichtbar ist und der Baum in Ruhe steht. Ausnahmen sind die sogenannten Blutungsbäume — Birke, Ahorn, Walnuss und Hainbuche —, die im ausgehenden Winter stark bluten; sie schneidet man besser im Sommer nach dem Austrieb.
Braucht der Kronenschnitt eine Anzeige?
In Zwickau nicht, solange es sich um Kronenpflege zur Gesunderhaltung handelt und fachgerecht gearbeitet wird. Ein radikaler Rückschnitt ist etwas anderes: Er ist von der Freistellung nicht gedeckt und zwischen dem 1. März und dem 30. September ohnehin unzulässig.
Mein Nachbar verlangt Rückschnitt bis zur Grenze. Muss ich?
Für überhängende Äste gilt: Der Nachbar kann Sie auffordern, sie bis zur Grundstücksgrenze zurückzuschneiden, und darf es nach fruchtlosem Fristablauf selbst tun lassen. Für den Grenzabstand des Baumes selbst gelten in Sachsen eigene Regeln, die nach drei Jahren verjähren können. Die Einzelheiten stehen auf unserer Seite zum Heckenschnitt.

Nächster Schritt

Ein Schnitt, den der Baum verkraftet

Wir sehen uns die Krone an, legen fest, wo abgeleitet wird, und sagen Ihnen vorher, wie der Baum danach aussieht. Besichtigung und Angebot kosten nichts.

  • Besichtigung und Angebot kostenlos
  • Inklusive Beratung zur Fällgenehmigung — auf Wunsch übernehmen wir die Anzeige bei der Stadt.
  • Abtransport und Entsorgung auf Wunsch inklusive

Rückruf anfordern

Wir melden uns werktags innerhalb von 30 Minuten. Kostenlos und unverbindlich.

Rückruf innerhalb von 30 Minuten · kostenlose Erstberatung

SturmschadenRückruf anfordern