Was der Markt aufruft
Zur Einordnung, ausdrücklich als fremde Angabe: Branchenportale nennen für 2026 die folgenden Spannen. Es sind bundesweite Durchschnittswerte, keine Preise aus Westsachsen und keine Preise von uns.
| Aufgabe | Marktübliche Spanne 2026 |
|---|---|
| Baum bis rund 10 Meter | 300–800 € |
| mittelgroßer Baum | 800–2.500 € |
| Baum über 20 Meter, Seilklettertechnik oder Kran | 2.500–5.000 € |
| Stubbenfräsen | 80–350 € |
| Entsorgung des Schnittguts | 50–250 € |
Quelle und Abrufdatum stehen unten im Quellenapparat. Verbindlich ist für Sie ausschließlich unser Angebot nach der Besichtigung.
Die sechs Faktoren, die den Preis bewegen
1. Der Fallraum
Die erste Frage vor Ort lautet nicht „wie hoch", sondern „wohin". Braucht der Baum seine volle Länge plus Sicherheitszuschlag als freie Fläche, und ist die vorhanden? Wenn ja, fällt er am Stück. Wenn nein, beginnt dieProblembaumfällung — und mit ihr ein völlig anderer Zeitansatz.
2. Die Technik
Seilklettertechnik braucht keine Zufahrt, aber Zeit. EineFällung mit Kran braucht Stellfläche und Tragfähigkeit, arbeitet dafür deutlich schneller — und ist bei mehreren Bäumen an einem Standort oft die günstigere Variante, obwohl der Tagessatz höher aussieht. Eine Hubarbeitsbühne liegt dazwischen.
3. Zugang und Untergrund
Muss das Material durch das Haus getragen werden, über einen Nachbargarten oder über eine frisch verlegte Pflasterfläche, die nicht befahren werden darf? Jede dieser Antworten verlängert den Weg vom Baum zum Anhänger — und dieser Weg wird bei jedem einzelnen Stück zurückgelegt.
4. Der Zustand des Baumes
Ein gesunder Baum ist berechenbar. Ein Baum mit Stammfäule, Hallimasch am Stammfuß oder einem Riss im Zwiesel ist es nicht: Kletterarbeit setzt voraus, dass der Stamm den Kletterer trägt. Wo das fraglich ist, muss von außen gearbeitet werden — Hubarbeitsbühne oder Kran —, und das ist teurer als das Seil.
5. Was mit dem Holz geschieht
Häckseln und abfahren, aufsetzen als Brennholz, in Metern liegen lassen: drei unterschiedliche Aufwände. Die günstigste Kombination ist meist, Stamm- und Starkholz auf dem Grundstück zu lassen und nur das Kronenmaterial zu häckseln.Was dabei möglich ist, steht auf der Seite zur Grünschnitt-Entsorgung.
6. Die Jahreszeit
Zwischen Oktober und Februar arbeiten alle Betriebe der Region dieselbe Warteliste ab. Das schlägt sich weniger im Preis nieder als im Termin — aber wer im Dezember dringend jemanden braucht, zahlt eher den Zuschlag für die kurzfristige Umplanung als jemand, der im September gebucht hat.
Die drei Posten, die in Vergleichen fehlen
- Ersatzpflanzung oder Ausgleichszahlung. In Zwickau ist der Verlust eines geschützten Baumes in der Regel 1:1 auszugleichen. Wo das nicht möglich ist, sind750 Euro je Baum an die Stadt zu zahlen — ein Posten, der in keinem Fällangebot steht und trotzdem anfällt.
- Der Stubben. Ein Wurzelstock, der stehen bleibt, ist kein Problem, solange dort nichts passieren soll. Sobald Rasen, Pflaster oder eine Neupflanzung geplant sind, wird er zu einem — und die zweite Anfahrt kostet dann mehr als der Arbeitsgang.Wurzelfräsen im Detail.
- Behördengebühren bei Sommerfällungen. Wer außerhalb des Fällfensters arbeiten muss, braucht eine Befreiung der unteren Naturschutzbehörde. Die Kosten beginnen bei 75 Euro und kommen zur Fällung hinzu.
Wie Sie Angebote sachlich vergleichen
Zwei Angebote sind nur dann vergleichbar, wenn dieselben Leistungen darin stehen. Diese fünf Punkte sollten Sie in beiden finden — sonst vergleichen Sie Zahlen, die Unterschiedliches meinen:
- Fällmethode: am Stück, Seilklettertechnik, Hubarbeitsbühne oder Kran
- Verbleib des Holzes: abgefahren, gehäckselt, aufgesetzt oder liegen gelassen
- Stubben: gefräst bis welche Tiefe, oder stehen gelassen
- Nebenarbeiten: Absicherung, Straßensperrung, Schutz von Pflaster und Rasen
- Wer die Anzeige oder den Genehmigungsantrag einreicht
Warum wir mit Festpreis arbeiten
Nach Aufwand abzurechnen verlagert das gesamte Risiko auf Sie: Wenn der Stamm innen faul ist und die Arbeit zwei Stunden länger dauert, zahlen Sie diese zwei Stunden. Beim Festpreis tragen wir dieses Risiko — dafür sehen wir uns den Baum vorher genau an. Das ist der Grund für die Besichtigung und der Grund, warum am Telefon keine Zahl fällt.
Die Besichtigung ist kostenlos und unverbindlich, auch wenn am Ende ein anderer den Auftrag bekommt.