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BaumfällungZwickau

Entscheidung

Baumstumpf entfernen: welcher der vier Wege bei Ihnen passt

Baumfällung Zwickau entfernt Wurzelstöcke — und rät in einem Teil der Fälle davon ab. Ob ein Stubben weg muss, hängt nicht am Stubben, sondern daran, was an der Stelle geplant ist und was ringsum wächst. Diese Seite stellt die vier möglichen Wege nebeneinander, samt der beiden Punkte, die anderswo meist fehlen.

  • Stubben
  • Wurzelballen
  • Bodenmüdigkeit
  • Hallimasch
  • Verrottung
  • Neupflanzung
Die Frage lautet nicht „wie bekomme ich den Stock weg", sondern „was soll dort hin". Rasen, Pflaster, ein neuer Baum oder nichts — jede dieser Antworten führt zu einem anderen Weg, einer anderen Tiefe und einem anderen Preis.

Die vier Wege im Vergleich

WegPasst, wennNachteil
FräsenRasen, Pflaster, Beet oder Neupflanzung geplant; enger ZugangFeinwurzeln bleiben im Boden
Ausbaggernkompletter Wurzelballen muss weg, etwa vor einer Gründungbraucht Zufahrt, hinterlässt eine zu verfüllende Grube
Stehen lassenFläche bleibt ungenutzt, keine anfälligen Gehölze in der NäheVerrottung dauert Jahre, Stolperstelle
UmnutzenStock wird bewusst zum Pflanzgefäß oder zur Sitzgelegenheitwird mit der Zeit morsch und muss doch weg

Ein fünfter Weg wird häufig genannt und funktioniert nicht: das chemische Auflösen.

Warum chemische Stubbenmittel keine Lösung sind

Die im Handel erhältlichen Präparate arbeiten meist auf Basis von Salpeter. Sie werden in gebohrte Löcher eingefüllt und sollen den Stock zersetzen. Was tatsächlich passiert: Die Verrottung wird geringfügig beschleunigt. Der Stock löst sich nicht auf, und die Wartezeit bleibt bei Jahren statt Wochen.

Dazu kommt die rechtliche Seite. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist auf versiegelten Flächen und an sie angrenzend in Deutschland grundsätzlich untersagt. Wer den Stock in einer Pflasterfuge oder direkt neben der Einfahrt behandeln will, tut also genau das, was nicht zulässig ist. Wir raten davon ab — nicht aus Prinzip, sondern weil das Ergebnis den Aufwand nicht rechtfertigt.

Der Punkt, der meistens fehlt: Hallimasch

Ein Wurzelstock ist eine große Menge totes Holz im Boden, und totes Holz ist Nahrung. Zu den Organismen, die davon leben, gehört der Hallimasch. An totem Holz ist er unproblematisch — er tut genau das, wofür er da ist.

Problematisch wird es, wenn in der Nähe geschwächte lebende Gehölze stehen. Hallimasch kann von einer Totholzquelle aus auf lebende Bäume übergehen und den Stammfuß befallen, und ein befallener Stammfuß ist der klassische Standsicherheitsfall.

Praktische Regel: War der gefällte Baum bereits von Hallimasch befallen — erkennbar an gelbbraunen Pilzbüscheln am Stammfuß im Herbst oder an weißen Pilzsträngen unter der Rinde —, sollte der Stock entfernt werden, wenn im Umkreis weitere Bäume oder eine Hecke stehen. Steht der Stock allein auf einer Wiese, kann er bleiben.

Wie lange ein Stubben zum Verrotten braucht

Wer sich für das Stehenlassen entscheidet, sollte die Größenordnung kennen. Sie hängt an Holzart, Durchmesser und Feuchte:

  • Weichlaubholz wie Weide, Pappel und Birke: verhältnismäßig schnell, meist wenige Jahre.
  • Hartlaubholz wie Eiche und Robinie: deutlich langsamer, oft über ein Jahrzehnt.
  • Nadelholz liegt dazwischen, harzreiche Stöcke wie Lärche halten sich lange.

Und bei manchen Arten passiert das Gegenteil von Verrottung: Weide, Pappel, Robinie und Essigbaum treiben aus dem Stock wieder aus, teils über Wurzelbrut mehrere Meter entfernt. Bei diesen Arten ist Stehenlassen selten eine Ruhelösung.

Wenn an derselben Stelle wieder gepflanzt werden soll

Das ist in Zwickau ein häufiger Fall, weil die Gehölzschutzsatzung eine Ersatzpflanzung im Verhältnis 1:1 verlangt — und der naheliegendste Ort dafür ist der alte Standort.

Dabei sind zwei Dinge zu beachten:

  1. Kein Pflanzloch im Fräsgut. Holzspäne binden beim Verrotten Stickstoff. Der Bereich wird ausgetauscht, nicht verfüllt.
  2. Bodenmüdigkeit beachten. Rosengewächs auf Rosengewächs — etwa Apfel nach Apfel — geht selten gut. Ein Artenwechsel oder ein Standortwechsel um wenige Meter löst das Problem.

Welche Fristen für die Ersatzpflanzung gelten und wann stattdessen die Ausgleichszahlung greift, steht auf der Seite zum Anzeigeverfahren.Wie tief für welchen Zweck gefräst wird, steht auf der Seite zum Wurzelfräsen.

Fragen aus der Praxis

Fragen zum Wurzelstock

Muss ein Baumstumpf überhaupt entfernt werden?
Nicht immer. Steht er in einem Bereich, in dem nichts geplant ist, kann er verrotten — das dauert je nach Art und Durchmesser fünf bis fünfzehn Jahre und schafft nebenbei Lebensraum. Entfernt werden sollte er, wenn dort Rasen, Pflaster oder eine Neupflanzung entstehen, wenn er im Weg steht oder wenn er als Stolperstelle gefährlich ist.
Funktionieren chemische Stubbenmittel?
Nicht so, wie die Produktversprechen nahelegen. Präparate auf Basis von Salpeter beschleunigen die Verrottung geringfügig, lösen den Stock aber nicht auf; die Wartezeit liegt weiterhin bei Jahren. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unterliegt zudem Beschränkungen — auf versiegelten und angrenzenden Flächen ist er in Deutschland grundsätzlich untersagt.
Was ist mit Hallimasch am Stubben?
Ein stehen gelassener Stubben kann als Nahrungsgrundlage für holzzersetzende Pilze dienen, darunter Hallimasch. Der ist an totem Holz unproblematisch, kann aber auf geschwächte lebende Gehölze in der Nähe übergehen. Wo weitere Bäume oder eine Hecke im Umkreis stehen und der gefällte Baum bereits befallen war, ist die Entfernung des Stocks die sichere Entscheidung.
Was ist günstiger: fräsen oder ausbaggern?
Fast immer das Fräsen — nicht wegen der Maschinenkosten, sondern wegen der Folgearbeiten. Ein Bagger hinterlässt eine große Grube, die verfüllt und verdichtet werden muss, und er braucht Zufahrt. Ausbaggern lohnt sich, wenn der komplette Wurzelballen weg muss, etwa vor einer Gründung.
Kann ich an derselben Stelle wieder einen Baum pflanzen?
Ja, aber nicht in das Fräsgut hinein. Holzspäne binden beim Verrotten Stickstoff, und die Neupflanzung kümmert dann jahrelang. Für einen neuen Baum wird tiefer und breiter gefräst und der Bereich mit geeignetem Substrat aufgefüllt. Bei bestimmten Kombinationen — etwa Rosengewächs auf Rosengewächs — kommt Bodenmüdigkeit hinzu; dann ist ein Standortwechsel die bessere Lösung.

Nächster Schritt

Wir sagen Ihnen, ob sich der Aufwand lohnt

Sagen Sie uns Durchmesser, Baumart und was an der Stelle entstehen soll. Wenn Stehenlassen die vernünftigere Entscheidung ist, sagen wir das — und rechnen es Ihnen vor.

  • Besichtigung und Angebot kostenlos
  • Inklusive Beratung zur Fällgenehmigung — auf Wunsch übernehmen wir die Anzeige bei der Stadt.
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